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Jorge Gonçalves Romero

In den meis­ten Wer­ken von Gonçal­ves-Ro­mero do­minie­ren die Men­sch­en­mengen. Die Mas­sen von Men­sch­en als Bildstruk­tur, in die Fron­ta­lität gep­resst, ha­ben ei­ne exzen­tri­sche Be­weg­lich­keit, die den Bildraum mit Ener­gie prägt. Gleichzei­tig ver­lie­ren diese Men­sch­en ihre Be­weg­ungsfrei­heit. Sie erstar­ren und wach­sen zu Klum­pen zu­sam­men, die sich ge­gen den Anprall des Raumes wehren. Den Men­sch­en glei­tet der Bo­den un­ter den Füs­sen weg. Sie ge­hö­ren nicht mehr je­ner Welt an, die in ihrem Hin­tergrund steht. Sie sym­bo­lisie­ren das Zu­sam­men­sein, aber zug­leich auch die Leere des ano­nymen Da­seins.

Gonçal­ves Ro­mero ver­kürzt in sei­nen hoch­for­ma­tigen Bil­dern die Perspek­ti­ve und den Blickwin­kel des Bet­rach­ters. Dieser steht un­mit­tel­bar der Men­ge ge­ge­nüber, als wür­de er selbst dazu ge­hö­ren und konfron­tiert sich mit der bed­rängten Grup­pe. So kann der Bet­rach­ter selbst ein Teil des Handl­ungsraums sein. Sei­ne Wer­ke ba­sie­ren auf der Maxime „Mensch als in­tegrier­tes Wesen: Seele, Kör­per, Na­tur“.

Sei­ne Inspi­ration erhielt Gonçal­ves Ro­mero von und in den ver­schie­de­nen Län­dern, in de­nen er leb­te – und auch ein­ige sei­ner Ge­mäl­de zu­rückließ. Da­run­ter be­fin­den sich Deutschland, Ve­nezuela, Por­tu­gal, Guate­mala, speziell aber Ös­ter­reich, wo er seit mehre­ren Jahren lebt, und des­sen Kul­tur er in diesem Zeit­raum stark auf sich ein­wir­ken las­sen konnte.

Sei­ne Ar­beit han­delt von Stu­dien mit dem Lich­t, in de­nen die ver­schie­densten Wege von ein­an­der kon­tras­tie­ren­den Tö­nen zur Gelt­ung kom­men. Sei­ne Kunst un­terstreicht sei­ne freie Sicht der Ma­lerei. In sei­ner ein­fachen Darstel­l­ung der Na­tur spie­gelt sich sein na­teur­licher Zu­gang zum Leben wider. Durch die Ausdruckskraft sei­ner Far­ben und For­men über­mit­telt er die Stär­ke von Frauen und Män­nern, die letztendlich in ei­nem ge­mein­sa­men Da­sein ver­schmelzen. Diese For­men stel­len die Per­sönlich­keit, Ge­fühle, in­ne­re Ausstrahl­ung sowie die Wesen­heit in den Vor­dergrund.