Malerei ist eine Ausdruckform, welche es gibt, seit die ersten Menschen die Welt bewohnten.
Bedeutende Zeugnisse dafür wurden in Frankreich und Spanien gefunden. Sie sind zwischen 30.000 und 15.000 Jahre alt und man kann durchaus von Kunst sprechen, wenn man die Höhlenmalerei der so genannten Steinzeit (Paläolithikum) betrachtet.
Im Gebiet des heutigen Österreich existieren – wahrscheinlich bedingt durch das spätere Klima hier – hauptsächlich jüngere solcher Werke der damaligen Menschen. Dass es diese auch hier gab, davon erzählen uns Funde plastischer Kunst. Sehr bedeutende Werke prähistorischer Malerei finden sich auch in Europa (Frankeich) Südamerika (Patagonien/Argentinien).


Diese Höhlenbilder wurden erst in neuerer Zeit in der Serrania de Chiribiquete entdeckt, einem bis heute sehr unzugänglichen Tafelgebirge in der kolumbianischen Provinz Caquetá.
Malerei ist bis heute als weltweit verbreitete Kommunikationsform wichtig. Deshalb widmen wir ihr hier auch einen Raum, in dem die Verständigung zwischen unseren Kulturen möglich werden soll.
Im Folgenden die Künstler, mit denen wir zur Zeit in persönlichem Kontakt sind.
Künstler/innen
Consuelo Busto (Venezuela)

Die bekannte Künstlerin Consuelo Busto, aus Maracaibo, Bundesland Zulia, „wo die Sonne und das Erdöl zu Hause sind“, ist seit mehr als 23 Jahren Künstlerin. In Ihrem Freundeskreis ist sie auch als eine gute Bäckerin bekannt und hegt den Traum, einmal zusammen mit ihrer Freundin Gloria Carvajal ein Kunstlokal zu eröffnen, wo die Studenten und Professoren der Zulia Unversität die Möglichkeit haben, bei Kaffee und Dessert Austellungen zu besuchen, um Kunst vielen Menschen nahe zu bringen.
Consuelo hat ihren Traum nie aufgegeben, und obwohl sie schon in Pension sein sollte, kämpft sie noch immer darum. Sie möchte ein Gebäude aus der Zeit des Generals Perez Jimenez [ehemaliger Diktator Venezuelas 1952-1958] mit großräumigen Zimmern anmieten, um diese in Ausstellungräumen umzuwandeln, es wäre „der ideale Ort als Treff für alle Kunstschulen und deren Studierenden“, meint sie.
Consuelo ist eine der ersten Studentinnen, die sich unter der Regierung Rafael Calderas [Präsident von Venezuela 1969-1973] in der Kunstschule anmeldeten. Sie besuchte die Schule jeden Tag von 7 Uhr früh bis manchmal 21 Uhr, und ruhig und leise wie sie war, hat sie nur gemalt und gemalt. Damals hatte Venezuela für Frauen in puncto Kunst nicht allzu viel anzubieten, und es war für sie auch sehr schwer, in diese „Männerwelt“ einzudringen und ihre Talente zu entwickeln.
Trotz alledem hat Consuelo erreicht, was sie sich gewünscht hat: die Anerkennung ihres Studiums und die Annerkennung ihrer Arbeit.
Ihre politische Ideologie ist ihre Leidenschaft für Kunst, für die sie ohne „Gewalt und ohne Lärm“ kämpft. Eine Freundin hat einmal über sie gesagt: „Sie hat ein treues Herz, und ist eine Tigerin, wenn sie für ihre Ideologie und ihre Prinzipien kämpft.“
Consuelo Busto ist nicht nur eine bekannte Künstlerin sondern hat auch ein Studium der Anthropologie abgeschlossen.
1972 – 1975: Escuela Nacional de Artes Plásticas “Julio Arraga”
1982: Instituto Universitario Pedagógico de Caracas
1991: Universidad Pedagógica Libertador
2005: Maestría de Antropología en La Universidad del Zulia
2008: Maestría en Ciencias, mención Orientación de Conducta en el Centro de Investigaciones psiquiátricas, Psicológicas y Sexológicas de Venezuela. Sede Zulia

Elidia Kreutzer (Kolumbien)

Elidia Kreutzer, geboren 1962 in El Paso, Kolumbien. Studien: Abschluss der Kunstakademie in Santa Marta, Kolumbien; Lehrgang für zeitgenössische Kunst; Lehrgang für Linolschnitte. Kurs für plastische Formgebung. Weiters hat sie einige kreative Workshops und Seminare besucht.
Ausstellungen in Kolumbien, Österreich, Südkorea, Kroatien und Sudan.
Elidia Kreutzer ist eine österreichische Künstlerin kolumbianischer Herkunft, sie wohnt und arbeitet in Wien. In ihrer Arbeit setzt sie sich besonders mit dem indigenen Volk der Kogi in der Sierra Nevada von Santa Marta auseinander, und zeigt eine tiefe Besorgnis über die Rasanz einer Entwicklung, bei welcher der Fortschritt der industrialisierten Welt die natürlichen und kulturellen Ressourcen der Sierra im Besonderen und unseres Planeten im Allgemeinen unwiderruflich schädigt.
Unsere heutige Zeit sieht Elidia Kreutzer als eine Zeit der Entzauberung, eine Zeit, bei der die Gesellschaft mit einer Wirtschaft der Produktion konfrontiert ist und sich blindem Konsum hingibt. So ruft die Künstlerin ihrerseits zu einer Aufwertung der Natur und zum Schutz unserer Umwelt auf.
Die Kunst als Sprache und Ausdrucksform ist dem Künstler oder der Künstlerin ein Katalysator, um eigene Erfahrungen so miteinander zu verbinden, dass diese als Mittel zur Kenntlichmachung und Erkennung der eigenen und uns umgebenden Realität dienen. Elidia Kreutzer zeigt mit ihren Werken, die mit der Bildsprache eines Traumes die „autochthone“ Vergangenheit thematisieren, wie dringlich es an der Zeit ist, Zeugnis für die Existenz der Kultur der Kogi abzulegen. In ihren Werken greift sie Elemente der Kosmogonie dieses Volkes auf. Ihr Anliegen ist es, mit den Mitteln der Malerei bewusst gegen den Verlust des kulturellen Erbes der Kogi zu kämpfen, wobei deren traditionellen Werten besonderes Gewicht beigemessen wird: Reflexion, Respekt für die Natur und Solidarität.[1]
[1] Historikerin, Magª Frauenwissenschaften, Berufs- und Bildungsberaterin. Mitbegründerin bei der Organisation „Frauen in der Kunst“ Honduras. Tätig bei der Interventionsstelle für Betroffenes des Frauenhandels LEFÖ-IBF.






Isolde Engeljehringer (Österreich)

Sie malt aus Leidenschaft und Berufung – unterstützt durch Kursbesuche aus dem privaten und öffentlichen Bereich, zuletzt an der Künstlerischen Volkshochschule Wien – Motive nach dem lebenden Modell, aus dem Kopf sowie in Interpretation anderer Motive.
Sie spricht fliessend Deutsch und Englisch und hat Kenntnisse in Latein und Französisch.
Mein Motto:
panta rhei – alles fließt
Mein Bestreben ist es, die Schönheit der menschlichen, vorwiegend weiblichen Körper künstlerisch zur Geltung zu bringen, meist in Form von Acryl auf Leinwand oder Kohle auf Papier.
Für mich ist die Darstellung von einzelnen fließenden Bewegungen des Menschen – in Anmut und Grazie – ein Ausdruck von erotischer Ästhetik.
Vor allem die Darstellung selbstbewusster starker Frauen, die sich zur eigenständigen Serie „Cyberlaydis“ weiterentwickelt haben, stellen eine Manifestation für das beginnende 3. Jahrtausend dar. So zieht sich durch alle Kunstwerke wie ein roter Faden die Freude an der natürlichen Erotik des Menschen, aber auch Nuancen von Schmerz.
Diese starken Gefühle möchte ich in Form von starken Farben bei den abstrakten Bildern, wie rot, blau, grün und schwarz, aber auch in den Farben der Extravaganz, nämlich gold und silber, ausdrücken.





© Isolde Engeljehringer hat zahlreiche Ausstellungen gemacht:
Ausstellungen
2007 Lions-Club Benefizversteigerung 1120 Wien
2007 Villa Wertheimstein 1190 Wien
2007 Villon 1010 Wien
2007 Benefizversteigerung Licht ins Dunkel
2008 Amtshaus Margareten 1050 Wien
2008 Chill out 1010 Wien
2008 NukleaArt 2008 1160 Wien
2008 Café Bellaria 1010 Wien
2008 Galerie Cafe zum Hundertwasserhaus
2008 Lions-Club Benefizversteigerung 1010 Wien
2008 Haus der Heimat 1030 Wien
2008 Villon 1010 Wien
2009 Casino Baden
2009 Bezirksfestwochen Hietzing 1130 Wien
2009 Otto Wagner Galerie 1140 Wien
2010 Galerie Time 1010 Wien
2010 Villon 1010 Wien
2010 Mallorca
2010 Gallery Steiner 1010 Wien
2010 Hofburg 1010 Wien
2010 Wiener Rathaus 1010 Wien
Dauer-Ausstellungen
2008 Herz Jesu Krankenhaus 1030 Wien
2008 Orthopädisches Spital 1130 Wien
2008 Wilhelminenspital 1160 Wien
Jorge Gonçalves Romero (Venezuela)
In den meisten Werken von Gonçalves-Romero dominieren die Menschenmengen. Die Massen von Menschen als Bildstruktur, in die Frontalität gepresst, haben eine exzentrische Beweglichkeit, die den Bildraum mit Energie prägt. Gleichzeitig verlieren diese Menschen ihre Bewegungsfreiheit. Sie erstarren und wachsen zu Klumpen zusammen, die sich gegen den Anprall des Raumes wehren. Den Menschen gleitet der Boden unter den Füssen weg. Sie gehören nicht mehr jener Welt an, die in ihrem Hintergrund steht. Sie symbolisieren das Zusammensein, aber zugleich auch die Leere des anonymen Daseins.
Gonçalves Romero verkürzt in seinen hochformatigen Bildern die Perspektive und den Blickwinkel des Betrachters. Dieser steht unmittelbar der Menge gegenüber, als würde er selbst dazu gehören und konfrontiert sich mit der bedrängten Gruppe. So kann der Betrachter selbst ein Teil des Handlungsraums sein. Seine Werke basieren auf der Maxime „Mensch als integriertes Wesen: Seele, Körper, Natur“.
Seine Inspiration erhielt Gonçalves Romero von und in den verschiedenen Ländern, in denen er lebte – und auch einige seiner Gemälde zurückließ. Darunter befinden sich Deutschland, Venezuela, Portugal, Guatemala, speziell aber Österreich, wo er seit mehreren Jahren lebt, und dessen Kultur er in diesem Zeitraum stark auf sich einwirken lassen konnte.
Seine Arbeit handelt von Studien mit dem Licht, in denen die verschiedensten Wege von einander kontrastierenden Tönen zur Geltung kommen. Seine Kunst unterstreicht seine freie Sicht der Malerei. In seiner einfachen Darstellung der Natur spiegelt sich sein nateurlicher Zugang zum Leben wider. Durch die Ausdruckskraft seiner Farben und Formen übermittelt er die Stärke von Frauen und Männern, die letztendlich in einem gemeinsamen Dasein verschmelzen. Diese Formen stellen die Persönlichkeit, Gefühle, innere Ausstrahlung sowie die Wesenheit in den Vordergrund.
Miriam Glusman (Argentinien)

Miriam Glusman, geboren 1967 in der argentinischen Provinz Misiones, entdeckte ihre Leidenschaft für Kunst schon sehr früh, begann ihre künstlerische Laufbahn mit Arbeiten in Öl und Acryl auf Leinwand, bis sie ihr Talent für das Aquarell entdeckte und zu ihrer Spezialität machte. Es gelang ihr, ihre Ausbildung bei dem berühmten argentinischen Aquarellisten Goyo Barja zu machen, bei dem sie 11 Jahre lang studierte.
Miriam Glusmans machte viele Einzel- und Gruppenaustellungen in Gallerien und Kunstzentren in Buenos Aires, wo sie derzeit lebt. Ihre Vorliebe liegt in Schaffung hochrealistischer Landschaftsbilder mit einer für sie charakteristischen Technik.
An die Leserinnen und Leser von churum-meru.org richtet sich Miriam Glusman mit folgenden Worten:
Ich möchte die Gelegenheit ergreifen, um mich für die Teilnahme an dieser wunderbaren Initiative zu bedanken und unter Künstlern aus Lateinamerika und Kunstliebhabern der „Alten Welt“ dabei sein zu können. Die Kunst in allen ihren Formen ist für mich der stärkste Ausdruck des Menschen, wodurch er Gefühle und Emotionen übermittelt. Deren Verbreitung ist für alle Zeiten bedeutsam.
















Bild Copyright: Miriam Glusman
Rhea Uher (Deutschland)

geboren 1959 in München, studierte sie zunächst Kunstgeschichte, war 1983 bis 1986 in der Schweiz und dann freischaffende Künstlerin in München.
Rhea Uher hat ihr Atelier und ihren Wohnsitz seit 1992 in Niederösterreich. Ausstellungen ihrer Werke gab es u.a. in München, Bad Nauheim, Wien und Graz.
Über ihre Werke schreibt uns die Künstlerin:
Bilder
Meist Acryl auf Leinwand, gelegentlich Aquarelle/Mischtechnik und Pastell auf Papier. Mein Interesse gilt den Gemeinsamkeiten der Menschen und Kulturen durch die Zeiten. Das kulturübergreifende Bedürfnis des Menschen nach Mitteilung in Bild, Schrift und Musik ist mein zentrales Anliegen. In meinen Bildern ist das festgehalten, was ich als durch alle Sinne wahrgenommene Information in Zeichen und Farben transkribiere.
Im Laufe der Jahre haben sich die in meinen Arbeiten schon immer präsenten starken Konturenlinien der symbolhaften Darstellungen zu schriftzeichenartigen Chiffren verdichtet. Schrift in ihrer unglaublichen Vielfalt sehe ich als große verbindende Gemeinsamkeit aller Kulturen. Ob Buchstabe, chinesiasches oder japanisches Schriftzeichen, arabische Schrift, Hieroglyphen, Runen, Logogramme, von links nach rechts, von rechts nach links, von oben nach unten oder umgekehrt, wie auch immer, ihnen ist das Aufbewahren sprachlicher Information gemeinsam und reicht bis weit in die Vergangenheit zurück.
Meine Zeichen sehe ich als Symbole für das Phänomen Schrift als solches. Sie heißen nicht etwas Konkretes und sind doch von allen als Schrift erfahrbar.
Die Beschäftigung mit keltischen Flechtornamenten drängt sich durch die Ähnlichkeit im Umgang mit der geformten Linie, ihre Über- und Unterschneidungen, die zu Grunde liegenden Gestaltungsprinzipien als gemeinsame Sprache auf, Ornament“zitate“ entstehen.
In weiterer Folge erweitern sich die Linien der Zeichen zu komplexen Liniengefügen, die sich in meinen abstrakten Portraits an einer schriftzeichenartigen Hauptlinie orientieren um danach wieder zu solitären Zeichen zurückzufinden. Auf regelmäßig gegliedertem Hintergrund geraten die Zeichen fast ins Tabellarische um sich kurz danach in schiefe Farbfelder zu integrieren. Fasziniert von der Erzählkraft der Linie als Roter Faden, dem Menschlichen nachspüren durch Kulturen und Zeiten.
Fliegende Objekte
In den Fliegenden Objekten versuche ich speziellen Ortseindrücken, Stimmungen und Zuständen Gestalt zu geben. Freischwebend im Raum werfen sie ihre flüchtigen Schatten, bewegen sich beim kleinsten Lufthauch und zeigen immer neue Ein-und Anblicke. Durch ihre leichte Beweglichkeit befinden sie sich ständig in Interaktion mit ihrer Umgebung und beschäftigen den Blick des Betrachters.












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