
Der „Churúm-Merú“ ist ein gewaltiger Felsen im Süden Venezuelas, den wir als unser Symbol gewählt haben, um ein Zeichen zu setzen.
Ein Zeichen der Anerkennung der Herausforderungen, denen sich Migrantinnen und Migranten stellen, welche bereit sind auf anderen Kontinenten und in anderen Kulturen eine neue Heimat zu finden. Sprachliche Barrieren, kulturelle Verschiedenheiten, die Aufgabe, sich eine kulturelle Identität zu schaffen, welche nicht im Widerspruch zu alter und neuer Heimat steht — all diese Probleme auf sich zu nehmen, ist manchmal wie die Entscheidung diesen Wasserfall hinunter zu springen. Für jene, die unten stehen wirkt sie oft klein, fern und unverständlich. Der Felsen Churúm-Merú, kennt beide Seiten!
Der Wasserfall, der über den Churúm-Merú hinabstürzt, ist mit 972 m Fallhöhe der höchste der Welt und befindet sich im Nationalpark Canaima.
Auf Englisch heißt er „Angels Fall“ (nach einem US-amerikanischen Piloten), aber in der Indianersprache Pemona und mittlerweile auch offiziell heißt er Kerepacupay Vena, nach dem Fluss Kerepacupay, dessen Teil seines Laufs der Wasserfall ist
Der Churúm-Merú ist ein heilliger Ort für die Indianer, die dort leben.

Philosophie
Wir wollen einerseits diesen Selbstfindungsprozess von lateinamerikanischen Migrantinnen und Migranten in Österreich unterstützen und andererseits auch den Prozess der kulturellen Bereicherung ermöglichen, für jene, die Lateinamerika bisher als „fremde“ Kultur erlebten. Das unendliche Potential welches, das Zusammentreffen zweier alter Kulturen mit sich bringt,wollen wir erschließen, und damit Brücken zwischen den Menschen dieser beiden Kulturkreisen bauen. Auch mögliche Missverständnisse abzubauen zu helfen, ist das erklärte Ziel unseres Vereins.
Der lateinamerikanische Kulturverein Churúm-Merú – das Fenster zur Kultur Lateinamerikas gegrundet am 30. November 2010 ist ein in Österreich registrierter und ansässiger gemeinnütziger Kulturverein, mit dem Ziel das gegenseitige Verständnis und den Austausch der Kulturen zu fördern und zu pflegen.
Sowohl Lateinamerika als auch Österreich besitzen eine uralte, von vielfältigen Einflüssen geprägte Kultur, die auch in modernen Zeiten die Identität ihrer Menschen stiften kann.
Beide Länder sind eingebettet in atemberaubend schöne Landschaften, die zu diesem Prozess das Ihre beitragen können – Österreich und Lateinamerika haben viel mehr gemeinsam, als den Menschen beider Kulturkreise oft bewusst wird.
Trotz dieser gemeinsamen Ausgangspunkte entstehen Probleme speziell bei der Integration lateinamerikanischen Migrantinnen und Migrante in Österreich. Oft ist es schwer für Menschen, die ihre Wurzeln in anderen Kulturen haben, eine Identität zu finden, die sowohl im Einklang mit diesen als auch mit ihrer neuen Heimat stehen.
Gründung
Mit großer Freude haben wir alle Vorbereitungen getroffen, am 30. November 2010 das Fenster zur Kultur Lateinamerikas geöffnet und offiziell unsere Vereinstätigkeit aufgenommen. Zahlreiche Gäste haben uns dabei die Ehre gegeben. Seine Exzellenz der Botschafter von Kolumbien, Fredy Padilla de León und der Kulturattaché Jorge Ojeda kam.
Erica Vaal – die im Rundfunk durch ihr Engagement für die Musik Lateinamerikas bekannt geworden ist – eröffnete unsere Veranstaltung.
Die Botschaft der Republik Kolumbien sandte uns die Musikgruppe “La Tribu”, die sehr zum Gelingen des Abends beigetragen hat.
Ein kleines Buffet mit Speisen und Getränken haben wir auch organisiert, wobei uns gute Freunde unterstützten.
Der zweite Teil des Abends, stand ganz im Zeichen der universellen Sprache der Malerei. Daran beteiligten sich die Künstlerinnen Rhea Uher, Monika Iatrou und Isolde Engeljehringer aus Österreich, Elidia Kreutzer aus Kolumbien und der Künstler Jorge Gonçalves-Romero aus Venezuela.

































Der Vorstand
Unsere Mitglieder & Unterstützer
Ing. Belkis Morantes
Richard Neves