Als Volksmusik bezeichnet man die traditionelle, früher oft ohne Aufzeichnungen überlieferte Musik, welche für bestimmte regionale Kulturen charakteristisch ist. Deren Begriffsbestimmung kann für das 20. Jahrhundert nicht mehr genau erfolgen. Es ist die volkstümliche Musik entstanden, die zwar auf der Volksmusik aufbaut, jedoch deutlich die Merkmale der kommerziellen „Hitparaden“ trägt. Wir wollen uns hier hauptsächlich mit traditioneller Volksmusik beschäftigen.
Musik aus Österreich
Über die völkerverbindende Bedeutung der Musik ist weltweit schon so viel gesagt und geschrieben worden, dass wir es hier nicht wiederholen wollen. Dank der jetzt wirklich weltumspannenden Medien ist deren globale Verbreitung sehr einfach geworden. Wir, hier in Österreich, können noch davon erzählen, welchen Eindruck es auf uns machte, als immer mehr Rundfunkstationen unsere großen musikalischen Ereignisse in alle Welt verbreiteten und die Zuhörerzahl immer mehr Millionen von Menschen umfasste. Denken wir nur zum Beispiel an das Wiener Neujahrskonzert oder die Aufführungen der Salzburger Festpiele!

Inzwischen haben wir uns daran gewöhnt, dass sogar nur regionale Nachrichten überall in der Welt abgerufen werden können, dass man jederzeit und überall die Musik der Welt hören kann, wo es einen Anschluss an das Internet gibt. Das ist für uns Österreicher die wir mit Musik leben wie mit der Luft, die wir atmen – schon eine ganz besondere Sache ! Daher werden wir hier jetzt auch nicht davon erzählen, was für den Interessierten praktisch weltweit zur Verfügung steht, sondern von einigen Besonderheiten. Damit wollen wir das Bild ergänzen, das uns zu einer der bekanntesten Musiknationen der Welt gemacht hat.
Die Fachleute werden es uns verzeihen, dass wir hier nur Altbekanntes darstellen, das wir Menschen aus Lateinamerika in einfacher, erzählerischer Form nahe bringen möchten
Musik aus Lateinamerika
Artistas Argentinos e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit Hauptsitz in Berlin. Der Verein fördert die Integration von argentinischen Künstlern und Kreativen in Deutschland und Europa. Er unterstützt u.a. den bilateralen Kulturaustausch zwischen Deutschland und Argentinien.
Artistas Argentinos e.V. organisiert, koordiniert und realisiert Events und Projekte, die verschiedenen argentinischen kulturellen beitragende Ausdrucksformen verbreiten. Er unterstützt auch Künstlern bei der Suche nach künstlerischen Fördermitteln.

Artistas Argentinos e.V. bietet eine Plattform für die Begegnung und den Austausch von Informationen über Veranstaltungen und Workshops, sowie in den verschiedenen Regionen in Deutschland stattfindende kulturelle und künstlerische Aktivitäten. Diese Tätigkeiten werden von Arbeitsgruppen koordiniert, die für bestimmte Themenbereiche oder Regionen zuständig sind.
Auf der Website des Vereins werden alle im Netz verbunden argentinische Künstler und Kreative in einem Profil dargestellt. Im Netz werden auch andere Institutionen, Firmen und Personen aufgenommen, die sich mit der Kunst-Welt befassen.
Weitere Infos und Anmeldemöglichkeiten für neue Mitglieder unter:
E-Mail:
http://www.artistas-argentinos.org
Das europaweit bekannteste Beispiel Lateinamerikanischer Musik ist wahrscheinlich
Ein wunderbares Stück indigener Musik wanderte damit in durch die kommerziellen Hitparaden. Sicher ist dabei nur wenigen bewußt geworden, dass es in Lateinamerika auch eine lange klassische Tradition der Komposition gibt. Lateinamerikanische Musik reflektiert immer auch Einflüsse aus verschiedenen Kontinenten. Das kommt unter Anderem durch die Gitarrenmusik (Spanien) oder durch die Trommelbegleitung (Afrika) zum Ausdruck.
Die Komponisten Heitor Villa-Lobos (Brasilien) und Ariel Ramirez (Argentinien), der Schöpfer der „Misa Criolla“ sind weithin bekannt. Darüber hinaus gibt es auch eine lange Liste von Komponisten in Venezuela. Mit der Sammlung und Aufführung interessanter, aber unbekannterer Musik beschäftigt sich unser Ehrenmitglied, Maestro Lucio Jorge Bruno-Videla, den wir im nächsten Artikel vorstellen.
Gerne erwähnen wir dazu, dass gerade heute namhafte Dirigenten und Interpreten aus Lateinamerika in aller Welt unterwegs sind und auch zu uns kommen. Der Stardirigent Gustavo Dudamel (Venezuela) und der Spitzentenor Juan Diego Flórez (Peru) sind ein „Traum-Team“ der aktuellen Klassikszene.
Maestro Lucio Jorge Bruno-Videla

Ist ein argentinischer Orchesterdirigent und Komponist . Sein Werk umfasst etwa 150 vokale und instrumentale Werke, die in zahlreichen Ländern (Argentinien, Kanada, den USA, Brasilien, Österreich,…) aufgeführt worden sind, und ist bereits auf in zahlreichen europäischen, asiatischen und amerkanischen Ländern aufgetreten.
Er ist Chorleiter und Orchesterdirigent des argentinischen Nationalkongresses, Dozent an mehreren staatlichen und privaten Instituten und wurde von der UNESCO zum Ehrenmitglied des Argentinischen Musikrats ernannt.
Für alle, die diese Inszenierung kennenlernen möchten, haben wir ein kurzes Video bereitgestellt:
Sein besonderes Interesse liegt bei der Uraufführung argentinischer Musikwerke, die kaum bekannt bzw. gespielt worden sind sowohl zeitgenössische und populäre Musik als auch Werke mit traditioneller klassischer Form, wobei er über eine große Sammlung von über 3000 Partituren verfügt, von denen einige für verloren gehalten wurden.
Er ist ein Ehrenmitglied unseres Vereins und unser Ansprechpartner in Argentinien.
2011: Lucio Bruno Videla hat gerade die Inszenierung der argentinischen Oper „CHASCA“ von Enrique Casella abgeschlossen.
Maestro Enyú Peña-Oramas

Ist ein venezolanischer Musiker mit einer profunden Ausbildung, die er in der Musikschule in Maracay Federico Villena unter der Leitung von Maestro Oswaldo Guevara begann. Hier erhielt er 1999 sein Diplom als Professor für Oboe, und erhielt außerdem den Bakkelaureus im Bildungswesen, Hauptfach Musikpädagogik an der Universität von Corabobo, Abschluss cum laude. Sein unermüdliches Streben nach Wissen führte zum Magister der Musik an der Simon Bolivar Universität unter der Leitung des renommierten Meisters Alfredo Rugeles.
Als Oboist wurde er von Meistern wie Joseph Carbonara, Michael Rutigliano und Lido Guarnieri unterrichtet und hat an wichtigen Veranstaltungen wie dem Internationalen Festival der Kammermusik der Colonia Tovar teilgenommen, im Bereich der Orchesterleitung war er in internationalen Kursen und Seminaren Schüler führender Lehrer gewesen, unter ihnen Sung Kwak, Georg Mark und Bruno Aprea. Im Jahr 1997 absolvierte er die neunte Klasse des Chors an der Universität von Carabobo.
Es ist ein führendes Mitglied und Oboist im Symphonieorchester Aragua worden, mit dem er internationale Tourneen in Spanien, Kolumbien, die Inseln Aruba und Kuba gemacht hat.

Er hat als Musikdirektor des Symphonieorchesters Federico Villena und der Maracay-Jugend und als Gastdirigent des Orquesta de Aragua, mit dem er mehrere Konzerte zusammen mit regionalen und nationalen renommierten Solisten wie Efrain Silva, Arnaldo Pizzolante gespielt, zusammen mit Cayito Guayanesa Aponte und Serenata.
Im Jahr 1998 erhielt er den Award for Excellence, den die Regierung des Bundesstaats Argua für besondere Verdienste der Förderung der Kultur in ihrer Region bzw. dem gesamten Land verleiht, 2005 ist er mit der „Hundertjährigen Medaille“ der Stadt Girardot ausgezeichnet worden, im Jahr 2006 mit der Lira Gold ausgezeichnet und im Jahr 2007 erhielt er den Ehrenpreis des Lions Club.
Heute ist er kommissarischer Direktor der Schule der Musik „Frederico Villena“, Direktor des Orchesters desselben Namens und Oboist im Symphonie-Orchester Maracay (Bundesstaat Aragua). Außerdem wirkt er im Ensemble Venezuela d‘ Kmara als Oboist, Dirigent, Arrangeur und Komponist mit.
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